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Die Bezirksversammlung hat in einer diskussionswürdigen Sitzung eine Neuausrichtung des Bauvorhabens beschlossen. Weniger Versiegelung, höhere Bebauung. Der Fokus liegt nunmehr auf dem Bereich entlang des Bahndamms.
Die Bezirksversammlung hat in einer diskussionswürdigen Sitzung eine Neuausrichtung des Bauvorhabens beschlossen. Weniger Versiegelung, höhere Bebauung. Der Fokus liegt nunmehr auf dem Bereich entlang des Bahndamms.
Das Bezirksamt hatte zum 28.3.23 zur Entgegennahme des „Rahmenplans“ für das geplante Baugebiet „Diekmoor“ eingeladen. Obwohl die Einbringung des Rahmenplanes indie Bezirksgremien noch aussteht, nannte der Bezirksamtsleiter, Herr Werner Boelz dies dennoch ein Abschlussforum. Die Notwendigkeit zum Bauen sei durch den angespannten Wohnungsmarkt begründet.
Das Haspa-Foyer am Langenhorner Markt war erstaunlich gut besucht, als Micha Dudek am 26. April sein tierökologisches Gutachten zum Landschaftsschutzgebiet Diekmoor präsentierte.
Über die gesamte Dauer der zweistündigen Veranstaltung hielten viele Langenhorner Schilder mit Fotos der in dem Areal lebenden Tiere hoch. Waldkauz, Bluthänfling, Erdkröte, Iltis oder Bergmolch – 78 Vogelarten und sieben Amphibienarten sind demnach durch das Vorhaben bedroht.
Wie sich der Bau der 700 Wohnungen, die auf einem Teil des Diekmoors geplant sind, und das von dort zusätzlich abfließende Regenwasser auf den Bornbach auswirken werden, war nicht Bestandteil der Untersuchung. Das moniert der Verein „Für ein grünes Hamburg“, der sich mit weiteren Gegnern gegen die Bebauung des Diekmoors ausspricht.
Werkstatt-Treffen zur Diekmoor-Bebauung hinter verschlossenen Türen. Wie verträgt sich öffentliche Beteiligung mit Terminen hinter verschlossenen Türen?
Schon im Vorfeld war die Versammlung von Projektgegnern kritisiert worden. „Die heutige Veranstaltung ist eine reine Informationsveranstaltung und keine Bürgeranhörung“.
Die Ergebnisse der Rahmenplanung seien „nicht das Ende, sondern ein Beginn.“ Mit diesen Worten überzeugte Anette Quast wohl kaum die rund 200 Gäste in der Pausenhalle der Fritz-Schumacher-Schule, weitere waren online zugeschaltet.
Erste große hamburgweite Bündnisdemo am 29.05.2021 – Rettet Hamburgs Natur! – Lautstark sagen wir NEIN zur weiteren Vernichtung des Grüns in Hamburg und JA zum sofortigen Planungsstopp für alle Bauprojekte, die Naturräume zerstören und verschaffen uns gemeinsam Gehör, Sichtbarkeit und „Gespräche auf Augenhöhe“ am 29. Mai auf dem Rathausmarkt!
Die Mai-Ausgabe der Langenhorner Rundschau geht dem aktuellen Diekmoor Thema intensiv auf den Grund.