Hamburger Gartenfreund, März 2022

Diekmoor – Leiter des Bezirksamtes unterschätzt die Kleingärten

Dirk Sielmann, Vorsitzender des Landesbundes der Gartenfreunde in Hamburg in der März-Ausgabe des Hamburger Gartenfreundes.

In der Ausgabe der „Hamburger Morgenpost“ vom l. Februar 2022 gibt der Bezirksamtsleiter des Bezirks Hamburg-Nord, Michael Werner-Boelz (Grüne), ein Interview über seine „Ideen für die Verkehrs- und Wohnungspolitik“.

(…)

Dann allerdings kommt das Thema Diekmoor zur Sprache: Hier handelt es sich um ca. 16 Hektar Landschaftsschutzgebiet im Stadtteil Langenhorn, das für ca. 700 Wohnungen bebaut werden solle. Auf die Frage, wie es sich anfühle, Grünflächen für Wohnungsbau zu opfern, antwortet Werner-Boelz:

„(…) Diese 16 Hektar bestehen hauptsächlich aus Kleingärten und nicht aus den ökologisch wichtigen Flächen wie Wasserflächen und Wald. (…)“

An dieser Stelle scheint der Bezirksamtsleiter nicht auf der Höhe der Diskussion zu sein! Es ist ein altes und immer noch verbreitetes Vorurteil, dass Kleingartenflächen von minderer ökologischer Qualität seien.

Der Artikel „Die ökologische Relevanz von Kleingärten“ in dieser Ausgabe des „Hamburger Gartenfreund“ auf Seite VI ordnet die Wichtigkeit von Kleingärten für Biodiversität, Klimaschutz, Kaltluft, Wasserspeicher und CO2-Bindung auf eine anschauliche Weise richtig ein. Die Argumente liegen auf dem Tisch und beweisen, dass Herr Werner-Boelz an dieser Stelle leider mit seiner Aussage völlig falsch liegt.

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